Vegan is(s)t nicht gleich gesund


`VEGAN` DER TREND, DER FÜR VIELE ZUR LEBENSEINSTELLUNG GEWORDEN IST

Vor einigen Jahren haben sich Leute beim Thema Veganismus noch fragend angeschaut. Inzwischen ist die Ernährungsform, bei der komplett auf tierische Lebensmittel verzichtet wird, in der Gesellschaft voll angekommen. Laut einer repräsentativen IFES-Studie geben 9 Prozent der österreichischen Bevölkerung an, entweder vegan oder vegetarisch zu leben. Die Steigerung seit dem Jahr 2005 ist enorm: Laut EU-Eurobarometer gab es damals lediglich 2,9 Prozent Vegetarier_innen in Österreich. Heute sind es rund 9 Prozent, also über 760.000 Österreicher.

Bei diesen Transformationen von Essgewohnheiten und Gesundheitsbildern wittert natürlich auch die Nahrungsmittel Industrie neues Klientel und wie immer das grosse Geld mit den kleinen, dummen Endverbraucher.

AUGENAUSWISCHEREI MIT VEGANEN LEBENSMITTEL UND WAS SONST NOCH SCHÖN GEREDET WIRD

Unabhängig vom Beweggrund der Ernährungsumstellung finde ich es wichtig auch den veganen Lebensmitteln, ihrer Ethik und ihrem Ursprung kritisch gegenüber zu stehen. Denn was ich in den Supermärkten und auf Werbeplakaten an veganen Produkten sehe macht mir Gänsehaut und lässt mich teilweise am Verstand der Endverbraucher zweifeln. Veganer Frühstücks Bacon, Faschiertes ohne Fleisch, Soja Schnitzel und Tempeh Burger , Grillwürstel aus Kokosfett und Kartoffelstärke u.s.w. Ich meine: muss das sein?

Der Schritt in die vegane Ernährung sollte doch ein Abschied von alt-geliebten Formen und Gerüchen sein und nicht eine Supplementierung durch etwas, was genau so aussieht, genau so schmeckt und eigentlich niemand weiss was wirklich drinnen ist. Eine Ernährung auf pflanzlicher Basis bedeutet für mich, die bewusste Entscheidung gesünder und nachhaltiger zu essen und zu konsumieren. Und die meisten veganen convenient Produkte schliessen eben genau das für mich aus. Wo ist der Unterschied ob man jetzt Rinderfleisch aus dem Amazonas isst oder Soja aus China konsumiert. Beides führt zur Vertreibung von heimischen Kulturpflanzen, Rodung der Wälder, Mono-Anbau, Ausbeutung lokaler Bevölkerung, Vergiftung von Wasser und Boden, Aussterben von heimischen Saatgut etc.

LIEBER REGIONAL UND BIO ALS WEIT GEREISTE TREND-FOODS

Wer den Burger am Teller so nötig hat, der soll ihn doch bitte essen und geniessen, der soll doch bitte dazu stehen, Fleisch zu lieben und das ist doch auch vollkommen legitim. Wer auf Herkunft und Bio-Qualität vom Fleisch achtet, wer lokale Bio Bauern unterstützt und den Verzehr von Fleisch bewusst lebt und geniesst, den empfinde ich als ehrlicheren Konsumenten als den `Trend-Veganer`, der den Burger in Plastik verschweisst, mit Jackfruit-Fleisch aus Äthiopien kauft, mit einem riesigen CO2 Fußabdruck und gleichzeitig die Nahrungsmittel Industrie sponsort, die sich hinter veganen Deckmäntelchen die Finger über genau solch unbewusste, manipulierbaren Endkonsumenten die Hände reibt.

WO VEGAN DRAUF STEHT, IST NICHT GLEICH GESUND DRINNEN

Noch mal ganz deutlich: ich möchte die vegane Lebenseinstellung weder schlecht reden noch verurteilen. Auch den Konsum von Fleisch möchte auf keinen Fall propagieren, noch für ethisch korrekt darstellen. Wichtig finde ich, den Konsum von Nahrung mit mehr Bewusstheit zu leben, zu wissen, was man seinem Körper zuführt und nicht blind einem Trend und der Werbung folgen. Wer als Veganer Lust auf einen Burger hat, der sollte doch im Interesse seiner Gesundheit genug Motivation aufbringen ein Gemüselaibchen und ein wenig Salat zu zubereiten, ohne dabei auf Ersatzprodukte zu greifen, die von schlechten Salzen, modifizierten Stärken, Geschmacksverstärkern und billigen Fetten nur so triefen und zu dem noch um ein vielfaches des wirklichen Warenwerts verkauft werden, nur um uns Glauben zu machen, man kaufe ein gesundes Produkt.

#vegan #veganeernährung #gesundleben

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